Fettkammer Syndrom

Ursachen, Symptome und die Lösung für Fersensporn!

Ihre Fersen sind von innen durch eine dicke Matratze aus „Fettkammern“ oder „Fettpolstern“ geschützt. Fettkammern federn die Erschütterungen ab beim Gehen, verteilen die Kraft, die auf Ihre Ferse trifft, und schützen Ihre Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder. Unverzichtbar. Wenn Fettkammern beschädigt oder dünner werden, verschwindet dieser Schutz, und alle Gewebe, Knochen, Nerven und Blutgefäße müssen die Erschütterungen direkt verarbeiten.

„Das Gefühl, als ob man auf den Knochen geht“

Erkennen Sie dieses Gefühl? Vielleicht denken Sie dann direkt an Fersensporn oder Sehnenplattenentzündung. Das ist nicht nötig, es kann sein, dass Sie das „Fettkammer-Syndrom“ oder „Fettpolster-Syndrom“ (Fat Pad-Syndrom) haben. Ein anderer Name ist auch: Atrophie (Verschleiß) der Fettkammerstruktur.

Sehnenplattenentzündung, Fersensporn oder Fat Pad-Syndrom? Der Unterschied

Der Schmerz beim Fettkammer-Syndrom befindet sich in der Mitte und an der Seite Ihrer Ferse und fühlt sich anfangs wie eine schmerzhafter Prellung an. Wenn Sie Schmerzen an der Vorderseite der Ferse haben, deutet dies auf eine Sehnenplattenentzündung oder auf Fersensporn hin.

Fettkammerstruktur; ausgeklügelt und effizient

An der Unterseite Ihres Fußes, direkt unter der Haut, befindet sich ein Bündel Fettkammern. Fettkammern sind intelligent und effizient aufgebaut: Sie haben eine sechseckige Form. Unter dem Mikroskop sieht das aus wie „Honigwaben“: Die perfekte Form, um die Erschütterungen beim Gehen aufzufangen und die Kammern optimal mit fast flüssigem Bindegewebe zu füllen.
Die „Honigwaben“ sind außen von festem Bindegewebe umgeben und werden hierdurch geschützt. Dadurch entstehen kleine Kammern, die wiederum eine sehr solide geschlossene Struktur bilden.

30.000 Nervenenden, um Sie aufrecht zu halten
Durch die Fettkammerstruktur verlaufen sehr viele Nerven. Insgesamt enthalten unsere Fußsohlen fast 30.000 Nervenenden. Sie geben die Impulse beim Gehen und Stehen weiter und verhindern, dass wir stolpern und fallen.

Durchblutung zur Reparatur von Schäden

Natürlich fließt auch Blut durch die Fettstruktur. Eine gute Durchblutung sorgt für die Sauerstoffversorgung, um die Struktur am Leben zu erhalten und kleine „Reparaturen“ zu unterstützen, wenn Kammern beschädigt sind.

Von Babyfüßen bis zu ausgewachsenen Füßen

Babyfüße: herrlichen weich, mollig und flexibel. Dies ist auf dicke Fettpolster unter dem Fuß zurückzuführen, unter denen das Fußgewölbe noch verborgen ist. Während sich das Fußgewölbe entwickelt, werden diese Fettpolster mindestens um die Hälfte dünner. Wie dich die Fettpolster letztlich werden, variiert pro Person. Darüber hinaus gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen.

Normalerweise ist das Fettpolster unter der Ferse etwa 18 mm und unter dem Vorderfuß durchschnittlich 7 mm stark. Diese Schicht ist bei Männern dicker als bei Frauen. Und wenn Sie viel barfuß laufen, sind die Fettpolster auch dicker.

Sollten wir jetzt alle barfuß laufen, um Verschleiß und Beschädigung der Fettkammern zu verhindern? Ja, wenn wir auf Sand und Erde laufen würden, aber die Oberfläche, auf der wir heute gehen, ist dafür nicht geeignet. Beton, Asphalt und Stein geben nicht nach und das sorgt dafür, dass unsere Füße nicht richtig abrollen können.

Symptome des Fat Pad-Syndroms

Das Fat Pad-Syndrom bekommt man nicht über Nacht, es geht zunächst eine Zeit mit verschiedenen Beschwerden und Stadien voraus.

Die Fettkammerstruktur wird dünner, wenn Wände beschädigt werden.

Das Fett bewegt sich und drückt gegen die gesunden Wände. Diese dehnen und weiten sich, weil sie zu viel Druck verarbeiten müssen. Die Nervenenden werden dadurch stärker belastet. Dies führt zu einem müden, brennenden Gefühl im Vorder- und Hinterfuß (Nervenschmerzen).

Fett wird nicht mehr geschützt
Weitere Wände sind beschädigt oder kaputt, so dass das fast flüssige Bindegewebe nicht mehr geschützt ist und sich hin und her bewegt. Die Füße fühlen sich an, als ob sie brennen, sie kribbeln leicht und schmerzen im Vorderfuß und an der Seite der Ferse.

Bindegewebepfropf

Fettkammern sterben ab und werden vom Bindegewebe eingekapselt. Pfropfen Bindegewebe bewegen sich dadurch beim Gehen hin und her. Der Schmerz, der dadurch erzeugt wird, verlagert sich in die Mitte der Ferse und der Vorderfuße kann taub werden. Und nachts, wenn das Blut weniger gut zu den Füßen fließt, können Sie unter Nachtschmerzen leiden. Die Fettkammerstruktur verschwindet, was ständig zu sehr schmerzhaften und tauben Füßen führt.

Ursachen des Fat Pad-Syndroms

Überpronation
Unser Fuß ist so konstruiert, dass er die Stöße beim Gehen und Stehen selbst abfängt. Menschen, die viel barfuß laufen, haben breitere Füße und starke, trainierte Fußmuskeln. Auch die Verteilung der Kräfte auf den Fuß ist viel besser. Wir hier im Westen haben wir durch das Tragen von Schuhen und das Gehen auf harten Oberflächen kürzere, schmale Füße bekommen, sogar ein bisschen faule Füße.

Der Druck auf den Fuß ist nicht gleichmäßig verteilt. Unsere Füße hängen durch (Überpronation) und unsere Fersen und unser Vorderfuß müssen dadurch viel zu viele Erschütterungen verarbeiten. Eine enorme Belastung für die Fettpolster in Ihren Füßen.

Ihr Alter
Ihr Alter spielt dabei auch eine große Rolle. Sie denken wahrscheinlich nicht darüber nach, aber nach Ihrem 40. Lebensjahr nimmt die Menge an Kollagen in den Fettkammern ab. In den folgenden Jahren bis zu 75%. Die Wände werden weniger stark und robust und können die Erschütterungen beim Gehen und Stehen weniger gut auffangen.

Achten Sie auf Ihr Gewicht

Übergewicht ist oft schon ärgerlich genug, wirkt sich aber auch negativ auf das Fat Pad-Syndrom aus. Können Sie ein paar Kilos abnehmen? Das verlangsamt die Entwicklung des Fettkammer-Syndroms zumindest ein bisschen.

Behandlungen des Fat Pad-Syndroms

Haben Sie ständig schmerzende, prickelnde, taube Füße? Warten Sie nicht zu lange und lassen Sie eine Ultraschalluntersuchung beim Arzt machen. Auf diese Weise stellen Sie fest, ob Sie an einem Fat Pad-Syndrom leiden und in welcher Phase sich der Schaden befindet.
Sobald Sie das Fat Pad-Syndrom einmal haben, können Sie leider nicht mehr viel dagegen tun. Die Behandlungen zielen darauf ab, die Schmerzen in den Füßen durch eine gute Druckverteilung über Ihre Füße zu lindern und Aktivitäten zu vermeiden, die den Fuß belasten.

R.I.C.E.-Methode
Tritt der Schmerz sehr plötzlich auf? Bewältigen Sie ihn mit der R.I.C.E.-Methode: Rest, Ice, Compression, Elevation (Deutsch: Ruhen, Kühlen, Kompression, Hochlegen).
Ruhen, damit sich der Körper erholen kann, Kühlen um die Entzündungsreaktion zu unterdrücken, Kompression und Linderung mit Kompressionsstrümpfen oder Socken. Sie wirken stoßdämpfend, unterstützen den Fuß und reduzieren die Schwellung.

Passen Sie Ihre Aktivitäten an
Führen Sie so wenig Aktivitäten wie möglich aus, die den Fuß belasten, wie z.B. Heben, Laufen, Fußballspielen und Springen

Tapen
Damit entlasten Sie das Fußgewölbe und die Ferse. Hier können Sie sehen, wie das funktioniert

Maßgefertigte Schuhe oder gute Einlegesohlen

Gute Schuhe und gute Einlegesohlen sorgen für eine optimale Druckverteilung, unterstützen das Fußgewölbe und sind gleichzeitig bequem, um den schmerzenden Fuß zu schonen.

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